KI für Sachverständige

Was Künstliche Intelligenz für Gutachter kann — und was sie nicht kann

KI spart Sachverständigen Schreibarbeit, keine Facharbeit. Was das konkret bedeutet, was rechtlich gilt und wie Augenschein KI transparent einsetzt — eine ehrliche Einordnung.

Kein KI-Training mit Ihren Daten
EU-Server Frankfurt
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Konkret erklärt

Was KI für Sachverständige in der Praxis bedeutet

Der Begriff "Künstliche Intelligenz" ist weit gefasst. Im Kontext von Sachverständigenarbeit geht es nicht um autonome Entscheidungen oder den Ersatz von Fachwissen. Es geht um drei konkrete Hilfsfunktionen, die Zeit sparen ohne den Sachverstand zu ersetzen.

Sie sprechen

Befunde und Beobachtungen vor Ort einsprechen — genau so wie Sie es beschreiben würden

KI strukturiert

Sprache wird transkribiert, nach Bereichen sortiert und als lesbarer Text aufbereitet

Sie prüfen & verwenden

Der Entwurf wird von Ihnen geprüft, ergänzt und in Ihren Workflow übernommen

Der Sachverstand — die fachliche Einschätzung, die Bewertung von Befunden, die Urteilsbildung — bleibt zu 100% bei Ihnen. Was KI übernimmt, ist die mechanische Zwischenschicht: Sprache in Text umwandeln, Text strukturieren, Berichte vorformulieren. Das ist der Bereich, in dem Sachverständige im Durchschnitt ein bis drei Stunden pro Gutachten verlieren.

Ehrliche Einordnung

Was KI für Sachverständige kann — und was nicht

Viele KI-Versprechen sind übertrieben. Eine ehrliche Einordnung hilft Ihnen, realistischen Nutzen zu erkennen und Risiken zu vermeiden. Augenschein trifft keine fachlichen Bewertungen — das ist eine Designentscheidung, keine technische Einschränkung.

Was KI zuverlässig kann

  • Gesprochene Befunde in lesbaren Text umwandeln (Transkription)
  • Notizen nach Bereichen, Gewerken und Themen sortieren
  • Strukturierte Berichte und Protokollentwürfe aus Notizen erstellen
  • E-Mails an Auftraggeber oder Auftragnehmer vorformulieren
  • Aufgabenlisten und Fristen aus Befunden ableiten
  • Fachfragen zu Normen, VOB, BGB, DIN-Vorschriften beantworten
  • Tippfehler und Formulierungen in Entwürfen korrigieren

Was KI nicht kann und nicht soll

  • Fachliche Bewertungen und Beurteilungen treffen
  • Den Sachverständigen ersetzen oder seine Verantwortung übernehmen
  • Eigenständige Schadenskalkulationen erstellen
  • Rechtliche Schlussfolgerungen ziehen
  • Gerichtsfeste Gutachten ohne menschliche Prüfung ausstellen
  • Unbekannte oder neue Schäden aus Fotos autonom diagnostizieren
  • Die Beeidigungspflicht oder persönliche Haftung aufheben
Rechtlicher Rahmen

KI im Gutachterwesen: Was Sachverständige rechtlich wissen müssen

Der Einsatz von KI-Tools wirft für Sachverständige berechtigte Fragen auf — insbesondere für öffentlich bestellte und vereidigte sowie für gerichtlich tätige Gutachter. Hier eine sachliche Einordnung der relevanten Rechtsgrundlagen.

Dies ist keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren IHK-Sachverständigenbeirat oder einen Rechtsanwalt.

Hinweis: Die rechtliche Bewertung des KI-Einsatzes im Sachverständigenwesen entwickelt sich weiter. Die hier dargestellten Einschätzungen basieren auf dem Stand April 2026 und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Für verbindliche Auskunft zu Ihrer konkreten Situation wenden Sie sich an Ihren Verband (IHK, DGuSV, BVSK o.a.) oder einen auf Sachverständigenrecht spezialisierten Rechtsanwalt.

Transparenz

Wie Augenschein KI konkret einsetzt

Augenschein ist ein KI-gestütztes Werkzeug — aber kein undurchsichtiges. Hier legen wir offen, welche Modelle zum Einsatz kommen, was mit Ihren Daten passiert und wo die Grenzen der Automatisierung bewusst gesetzt wurden.

Sprachtranskription

Ihre Sprachnotizen werden mit OpenAI Whisper transkribiert — einem spezialisierten Spracherkennungsmodell mit sehr guter Genauigkeit für Deutsch, auch bei Fachbegriffen. Die Audiodatei wird zur Verarbeitung übertragen und danach nicht dauerhaft gespeichert.

Whisper (OpenAI)EU-Infrastruktur

Berichtgenerierung

Aus Ihren transkribierten Notizen erstellt Claude (Anthropic) strukturierte Berichte, E-Mails und Protokollentwürfe. Das Modell wird über AWS Bedrock in Frankfurt betrieben. Ihre Notizen werden nur für die Dauer der Verarbeitung übergeben — danach nicht gespeichert.

Claude (Anthropic)AWS Frankfurt

Datenspeicherung

Ihre Projekte, Notizen und Fotos werden in Supabase auf EU-Servern in Frankfurt gespeichert. Nur Sie haben Zugriff. Keine Weitergabe an Dritte, kein Verkauf von Daten, kein Zugriff durch Augenschein-Mitarbeiter ohne Ihren ausdrücklichen Auftrag (z.B. Support).

Supabase (EU)Frankfurt

Kein KI-Training

Ihre Befunddaten, Fotos und Notizen werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet. Dies gilt für alle eingesetzten Dienste (Whisper, Claude, Supabase) und ist vertraglich durch Data Processing Agreements (DPA) mit jedem Anbieter abgesichert.

Kein TrainingDPA abgesichert
Augenschein in der Praxis

KI-gestützte Immobilienbewertung

Augenschein ist speziell für Immobilien-Sachverständige gebaut. Die KI liest Beschlüsse, Grundbuchauszüge und Energieausweise aus, dokumentiert den Ortstermin per Sprache und Foto, und erstellt den Gutachten-Entwurf nach ImmoWertV.

FAQ

Häufige Fragen zu KI im Sachverständigenwesen

Darf ein vereidigter Sachverständiger KI-Tools nutzen?
Grundsätzlich ja. KI-Tools als Hilfsmittel bei der Dokumentation und Textstrukturierung sind zulässig, solange die fachliche Bewertung und Verantwortung beim Sachverständigen verbleibt. Bei gerichtlichen Gutachten ist § 407a Abs. 3 ZPO zu beachten: Der Sachverständige darf sein Gutachten nicht ohne Erlaubnis des Gerichts durch Dritte erstellen lassen. Assistenzfunktionen wie Transkription und Textformatierung werden allgemein nicht als Übertragung der Gutachtenaufgabe gewertet. Im Zweifel empfiehlt sich die Rücksprache mit dem zuständigen IHK-Sachverständigenbeirat.
Muss ich die KI-Nutzung im Gutachten offenlegen?
Eine gesetzliche Pflicht zur generellen Offenlegung jeder KI-Nutzung besteht derzeit nicht. Bei gerichtlichen Gutachten ergibt sich aus § 407a Abs. 3 ZPO jedoch eine Pflicht zur Transparenz, wenn KI-Systeme über reine Hilfsfunktionen (Rechtschreibkorrektur, Transkription) hinaus eingesetzt werden. Zur Sicherheit empfehlen viele Verbände, die KI-Nutzung zu dokumentieren — ähnlich wie bei anderen verwendeten Hilfsmitteln. Augenschein erstellt Transkriptionen und Berichtsentwürfe, trifft aber keine fachlichen Bewertungen.
Welche KI-Modelle verwendet Augenschein?
Augenschein verwendet zwei spezialisierte Modelle: OpenAI Whisper für die Sprachtranskription (Umwandlung von Sprachaufnahmen in Text) und Claude von Anthropic für Textstrukturierung und Berichtgenerierung. Beide Dienste werden über AWS-Infrastruktur in Frankfurt (EU) betrieben. Ihre Daten verlassen dabei nicht die EU. Die eingesetzten Modelle können sich im Zuge von Weiterentwicklungen ändern — wir informieren darüber im Changelog.
Werden meine Befunddaten für KI-Training verwendet?
Nein. Augenschein verwendet Ihre Notizen, Fotos und Befunddaten ausschließlich zur Verarbeitung Ihrer eigenen Anfragen. Ihre Daten werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet. Dies ist vertraglich mit den Dienstleistern (AWS, Anthropic, OpenAI) durch Data Processing Agreements (DPA) abgesichert. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO ist Bestandteil jedes Augenschein-Abonnements.
Ist der Einsatz mit der EU-KI-Verordnung konform?
Augenschein fällt als Dokumentations- und Assistenzwerkzeug in die Kategorie geringen Risikos der EU-KI-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1689). Die App trifft keine eigenständigen Entscheidungen, beeinflusst keine Rechtspositionen und gibt keine fachlichen Bewertungen ab. Sie unterstützt ausschließlich bei der Erfassung und Strukturierung von Informationen — vergleichbar einem modernen Diktiergerät mit automatischer Transkription und Berichtsformatierung.
Was unterscheidet Augenschein von allgemeinen KI-Tools wie ChatGPT?
Allgemeine KI-Tools wie ChatGPT sind nicht auf die Arbeitsweise von Sachverständigen ausgerichtet. Augenschein ist speziell für den Ortstermin gebaut: Sprachnotizen und Fotos werden vor Ort erfasst, nach Fachgebieten (Bau, Handwerk, Kfz) und Bereichen sortiert, und zu strukturierten Protokollen zusammengeführt. Die App funktioniert vollständig offline — in Kellern, Garagen oder auf Baustellen ohne Empfang. Alle Daten bleiben auf EU-Servern; bei allgemeinen KI-Tools ist der Datenverarbeitungsort oft unklar oder außerhalb der EU.

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