Software für Kurzgutachten — schneller als ein Verkehrswertgutachten
Für Privataufträge, Banken und Notare: reduzierte Kapitelstruktur, schnellerer Workflow, derselbe Sachverstand. Augenschein hat eine eigene Kurzgutachten-Vorlage für Fälle, in denen ein vollständiges Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV überdimensioniert wäre.
Was ist ein Kurzgutachten?
Ein Kurzgutachten ist eine schriftliche Sachverständigeneinschätzung zum Wert einer Immobilie, die in Aufbau und Tiefe reduzierter ist als ein vollständiges Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV. Der Sachverständige folgt denselben Bewertungsprinzipien — Sachwert-, Vergleichswert- oder Ertragswertverfahren — dokumentiert das Ergebnis aber in einer schlankeren Form.
Kurzgutachten werden typischerweise dort eingesetzt, wo ein vollständiges Verkehrswertgutachten nicht erforderlich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre: bei Privatverkäufen, bei Bank-Beleihungsanfragen, bei notariellen Übertragungen oder als Erstindikation vor einer Erbauseinandersetzung.
Wichtig zu wissen: Ein Kurzgutachten ist nicht gerichtsfest. Sobald ein Gutachten in einem gerichtlichen Verfahren verwertet werden soll, ist ein vollständiges Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV nötig. Augenschein bietet beide Vorlagen — der Workflow ist derselbe, nur die Kapitelstruktur ist anders.
Kurzgutachten vs. Verkehrswertgutachten
Beide Gutachten bewerten denselben Gegenstand mit denselben Methoden, unterscheiden sich aber in Tiefe, Verwendbarkeit, Bearbeitungszeit und Honorar.
| Aspekt | Kurzgutachten | Verkehrswertgutachten |
|---|---|---|
| Rechtliche Grundlage | Privatrechtlich, keine bindende Norm | § 194 BauGB, ImmoWertV 2021 |
| Verwendung vor Gericht | In der Regel nicht ausreichend | Gerichtsfest |
| Kapitelstruktur | 4 bis 6 Kapitel | 7 bis 9 Kapitel plus Anhang |
| Umfang | 10 bis 25 Seiten | 40 bis 120 Seiten |
| Bearbeitungszeit | 4 bis 12 Stunden | 15 bis 60 Stunden |
| Honorar (Richtwert) | 400 bis 1.500 Euro | 1.500 bis 5.000 Euro und mehr |
| Bewertungsverfahren | Meist eines, gewichtet | Oft mehrere parallel, gewichtet |
| Schlussvermerk | Kurzfassung | Vollständig mit Hinweisen zur Verwendung |
Für wen eignet sich ein Kurzgutachten?
Vier typische Konstellationen, in denen Sachverständige Kurzgutachten erstellen — alle mit Augenschein abdeckbar.
Verkauf, Erbe, Scheidung
Privatpersonen, die vor einem Verkauf oder einer Auseinandersetzung eine fundierte Werteinschätzung wollen, ohne das Honorar eines vollständigen Verkehrswertgutachtens zu tragen.
Beleihungswert-Voreinschätzung
Kreditinstitute, die im Vorfeld einer Finanzierung eine erste Beleihungswertindikation brauchen, bevor sie ein vollständiges Beleihungswertgutachten beauftragen.
Übertragungen, Schenkungen
Notariate, die im Zusammenhang mit Eigentumsübertragungen, Schenkungen oder vorweggenommener Erbfolge eine plausible Bewertung benötigen.
Steuerliche Voreinschätzungen
Steuerberater, die für ihre Mandanten eine erste Werteinschätzung bei Übertragungen, Erbschaft- oder Schenkungssteuerfragen einholen.
Kapitelstruktur eines Kurzgutachtens
Die Kurzgutachten-Vorlage in Augenschein ist auf vier bis sechs Kapitel reduziert. Sie können einzelne Kapitel aktivieren oder weglassen, je nach Auftragsumfang.
Auftrag und Stichtag
Auftraggeber, Zweck, Bewertungsstichtag, herangezogene Unterlagen. Kurz und bündig.
Objekt und Lage
Lage, Bauweise, Wohnfläche, Baujahr, Ausstattung, Zustand. Kompakter als beim Verkehrswertgutachten, aber ausreichend für die Wertableitung.
Rechtliche Verhältnisse
Eigentumsverhältnisse, wesentliche Lasten, soweit für die Bewertung relevant. Keine vollständige Grundbuchwürdigung.
Bewertungsverfahren
Meist ein Hauptverfahren (z.B. Vergleichswert bei ETW oder Sachwert bei EFH). Bei Bedarf zweites Verfahren als Plausibilisierung.
Wertableitung
Zusammenführung, ggf. Marktanpassung, Werthinweise. Kürzer als beim Verkehrswertgutachten.
Schlussvermerk
Zusammenfassende Werteinschätzung, Hinweise zur eingeschränkten Verwendbarkeit, Datum, Unterschrift.
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Häufige Fragen zu Kurzgutachten-Software
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